> zurück

   > 2008   > 2009   > 2010   > 2011   > 2012   > 2013   > 2014   > 2015   > 2016   > 2017   > 2018   > 2019   > 2020   > 2021   > 2022   > 2023   > 2024   > 2025  


 

08. − 10. Dezember 2016 / 20:00
Moritz Ostruschnjak
Text Neck

> schwere reiter

Die digitale Welt ist Teil unseres Alltags geworden und hat ihn dadurch unweigerlich verändert. Nicht nur, dass wir mit gebanntem Blick auf das Smart Phone durch die Städte laufen und damit unsere Physiognomie verbiegen: „text neck“ ist ein neues Symptom. Wie verändert, entwickelt, optimiert sich der Mensch im Kontext der digitalen und technologisierten Gesellschaft?
Das Wurzelgeflecht des Internet bietet uns jegliche Freiheit, wir erschaffen spielerisch neue Identitäten und Realitäten, erweitern uns ins Allgegenwärtige und Mehrdimensionale und benötigen doch immer noch unseren realen Körper, um die Geräte zu bedienen. Beschleunigung und Multitasking sind Merkmale dieser Veränderungen, die erste Impulse geben für die choreografische Recherche. Gemeinsam mit den Tänzern begeben sich die Musiker von 48nord elektroakustisch auf die Spielwiese der unendlichen digitalen Möglichkeiten und transponieren sie in die dreidimensionale sinnliche Wahrnehmung.

Presseinformation als pdf zum Download

Idee / Konzept: Moritz Ostruschnjak
Choreografie: Moritz Ostruschnjak, Daniela Bendini
Performance / Kreation: Anna Fontanet, Isaac Spencer, Alexis Jestin
Musik / Live Elektronik: 48nord
Licht: Tanja Rühl
Ton: Paolo Mariangeli
Kostüme: Renate Ostruschnjak
Produktionsleitung: Hannah Melder
Pressearbeit: Beate Zeller

Ein Projekt von Moritz Ostruschnjak in Koproduktion mit Schwere Reiter MUSIK und in Zusammenarbeit mit schwere reiter tanz. Die Produktion wird gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und durch den BLZT, Bayerischer Landesverband für zeitgenössischen Tanz, aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Moritz Ostruschnjak ist Mitglied der Tanztendenz München.



Spielort
schwere reiter
Dachauer Straße 114
80636 München
Tram 12, 20, 21 oder Bus 53
Haltestelle Leonrodplatz
www.schwerereiter.de


Kartenreservierung
Eintritt: 15,- / 10- erm.
Reservierungen: 089 / 721 10 15 oder reservierung@schwerereiter.de
VVK: www.muenchenticket.de


Tanztendenz München e.V. wird gefördert
durch das Kulturreferat der LH München
  Moritz Ostruschnjak
ist Choreograf, Tänzer/Performer und Pädagoge. Er studierte bei der Iwanson Schule für Zeitgenössischen Tanz in München und vervollständigte seine Ausbildung noch bei Maurice Béjart in Lausanne. Es folgten Engagements beim Tanztheater Nürnberg, Nationaltheater Mannheim, Introdans (Arnhem) und bei der Göteborgsoperan Danskompani in Schweden, wo er noch bis 2013 tätig war. Dort arbeitete er unter anderem mit Wim Vandekeybus, Sasha Waltz, Frank Chartier (Peeping Tom), Tilmann O'Donnell, Rui Horta, Roberto Zappalla, Mats Ek, Gunilla Heilborn, u.v.a. Seit 2013 arbeitet er als freischaffender Choreograf und Tänzer. Unter anderem realisierte er in der Zeit das Projekt „Madness of the Gods 2.0“ zusammen mit Daniela Bendini und arbeitete noch mit Ultima Vez in Brüssel und Fabulous Beast Dance Theatre in Irland.

48nord
besteht aus Ulrich Müller (Komponist, Gitarrist und Autor), Siegfried Rössert (Komponist, Bassist und Sänger) und Patrick Schimanski (Schlagzeuger, Regisseur und Komponist). Die Formation sucht die Grenze, spürt dem Gegenwärtigen nach, setzt sich Wirklichkeiten aus, schöpft aus deren Widersprüchlichkeiten, konterkariert Purismus jeglicher Art. Experimentelle Musik, Neue Musik, Postpop, Neorock fließen ineinander, amalgamieren, treiben auseinander, brechen sich wechselseitig in beweglichen Kontexten. Indetermination trifft auf Determination. Offene Formen konfrontieren auskomponierte Strukturen mit improvisatorischen. Live Elektronik weitet Klangräume, transzendiert die instrumentale Basis. Literaturen durchwirken Klänge, verdichten sich zum Sub- oder Metatext, brechen sich als fragmentierter Laut die Bahn. Der verweist auf den rohen Klang. Melodie ist Vergangenheit. Rhythmus drängt nach vorne. Geräusch ist Jetzt.