> zurück

   > 2008   > 2009   > 2010   > 2011   > 2012   > 2013   > 2014   > 2015   > 2016   > 2017   > 2018   > 2019   > 2020   > 2021   > 2022   > 2023   > 2024   > 2025  


 

17. − 19. Dezember 2009 / 20:30
Performancereihe WILDE TENDENZEN
du fehlst (Premiere)

> schwere reiter

"was aus uns - tatsächlich - geworden ist".
Die Erfahrung der Endlichkeit verändert unsere Sichtweise und unsere Gefühle für immer. Die Stücke sollen ein Herantasten an moralisch nicht ausgesprochene Grenzen sein. Ein Hineintauchen in die Maßlosigkeit und den Sturm des Verlassenseins. In den vielleicht ausgelösten Hass und die Wut oder die Ungerechtigkeit. Aber auch in die Schönheit des Friedens und die Erinnerung in Liebe und Stolz.

Sa 19. Dezember, Beginn: 19:30 mit anschließendem Fest (Über kulinarische Beiträge für das Fest freuen sich die Veranstalter und bedanken sich mit erm. oder freiem Eintritt.)

Jasmine Morand "frozen"
Solo for my father...Louis Morand...a racing pilote Frozen is a very special piece to me. Each time I perform it, it's a new journey and introspection through thoughts, deep feelings and memories. I try to put myself in the skin of my father, trying to experience the last instant before death. But emotion and memories keep on transforming, as this solo changes color. Sometimes it does bring some lightness and deliverance,sometime only the fear of a black hole.

Stefan Marria Marb "missing - eine Begegnung"
"vor ca. 20 Jahren habe ich einen sehr guten Freund verloren, der sich von einem Hochhaus stürzte. Seit der Grundschule war er mein Freund, ein sensibler Musiker und ein sehr feiner Geist. Sein Tod schockte mich und machte mich sprachlos. Eine Leere stellte sich ein. Als ich kurz darauf den japanischen Butoh traf, begegnete ich wieder dem Tod. Und wiederum war es ein Schock. Hier jedoch erlebte ich den Tod als etwas ganz anderes, als einen großen und geöffneten inneren Raum, der mich zum Tanzen einlud. Ich erlebte das als eine tiefgehende Befreiung. Seither bin ich gelassener."

Chiang-Mei Wang "Long Distance Call"
Solo für meinen Vater: Wang Qing
Es ist eine persönliche Geschichte, über die Beziehung zu meinem Vater. Mein Ziel ist aber darüber hinaus, mit meinem Stück das Publikum einzuladen, selbst über die Beziehungen zu ihren Nächsten nachzudenken.

Manfred Kröll "Just a perfekt day under attack"
Solo für meine Mutter: Dubravka Lipovac
Auf der Reise zwischen festhalten und loslassen. Wenn ich an das Ende denke, werde ich schwach - verloren - zugleich glücklich.

Stephanie Felber στην καρδιά
Solo für meinen Vater: Gerhard Felber
Sind Traurigkeit und Freude vom gleichen Element?
Live catches me in every corner,
Live reminds me also of lost in every corner.

David Russo/Nina Radelfahr "stato d'animo"
Solo für: Sebastian Nichita
Der Arbeitsprozess begann gleich nach dem plötzlichen und unerwarteten Tod meines Arbeitskollegen Sebastian Nichita. Für mich persönlich war es das erste Mal in meinem Leben, dass ich jemand Nahestehenden verloren habe. Für uns Tänzer eines Ensembles ist das Leben mit den Kollegen eine sehr enge Beziehung und oft betrachten wir das Kompanie-Leben als Familien-Leben und die Arbeit für "stato d'animo" hat sich als sehr wichtig erwiesen, um den Verlust zu verarbeiten und ist "Eddie" (so nannten wir Sebastian alle) gewidmet.

Lilli Flux / FotoInstallation in Gedenken an .... ihn
Der Tod ist nicht Schwarz.
Der Tod ist Weiß.
Sechs Tage und sechs Nächte begleiteten meine Familie und ich meinen Vater im Krankenhaus beim Sterben. Seine jahrelange intensive Auseinandersetzung mit Leben und Tod ermöglichte mir einen sehr freien Umgang, diese Zeit fotografisch zu dokumentieren. So entstand eine behutsame Bestandsaufnahme des Zimmers eines Sterbenden.
Ein Zimmer des Abschieds.
Ein Zimmer der Liebe.
Ein Zimmer des Loslassens.
Ein Zimmer der Schwerelosigkeit.
Ein Zimmer voll von Rätseln.
Das Miterleben des Sterbens und des Verlassens hinterlässt Trauer, aber nicht Angst oder Panik. Der Tod ist pure Ästhetik, er ist das unbegreifliche magische Entschwinden aus unserem wundersamen Leben.
Lilli Flux

Susanne Müller in Gedenken an Gerd Müller
Atemwerfer / Hörinstallation / Gedichte im Foyer Atemwerfer
Je mehr wir uns umgeben mit Technik und Beton, desto heftiger beugt uns die Furcht vor ...ja was? der seele weiche flügel - schwingen dort im wind - wo der regen nur außen naß ist traum mit hoffnung - lachen im bauch - augen zu ist das herz kälter als beton - welche zeit fühlt ein stein worte mit zorn - der seele weiche flügel
Susi Müller


Herzlichen Dank an: Roswitha Felber (Speisung), Makoto Sakurai (Team), Annja Klostermann (Team), Verena Wolf (Team), Ulrike Schüler (Graphik), Ulrich Knoll (Knoll PR), Daniela Rippl, Bettina Scriba (Moderation)

jeder hat einen Blick der Erinnerung einen besonderen Wind einen persönlichen Himmel wenn der Blick blickt und der Wind weht und der Himmel wieder dieselbe Farbe hat wenn die Seele kein Alter hat spürt man Gott
Susanne Müller

Veranstalter: Manfred Kröll / Forum für zeitkritische Choreografie
Konzeptionelle Umsetzung: Manfred Kröll / Stephanie Felber / Susanne Müller
In Kooperation mit schwere reiter / tanz.


[ mehr auf youtube ]

Spielort
schwere reiter
Dachauerstraße 114
München
www.schwerereiter.de


Kartenreservierung
Karten: 15,- / 10,- erm.
Reservierung: 089 / 21 89 82 26
info@schwerereiter.de



    

Tanztendenz München e.V. wird gefördert
durch das Kulturreferat der LH München