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21. − 23. Juni 2012 / 20:30
Yvonne Pouget
DIE PUPPE - the assembled woman

> i-camp

Im Tanzsolo „Die Puppe“ der Künstlerin Yvonne Pouget steht die Frage nach weiblicher Freiheit im Zentrum der Choreografie.
Yvonne Pouget entlarvt in der überarbeiteten Neufassung ihres Tanzsolos „Sexy Zuppel Puppe“ (2010) das konventionelle Verständnis von Weiblichkeitsbildern in der westlichen Welt. Sie setzt sich skeptisch mit dem tradierten Bild der Frau auseinander und reflektiert dabei den gegenwärtigen, medial geprägten Blick auf die Frau und ihre Negierung der Ausübung von Freiheit.

Inspiriert durch den Surrealismus, vor allem durch Hans Bellmer und seine „Puppe“, adaptiert Pouget Methoden wie Metamorphose und Fragmentierung für ihre eigene Strategie auf der Bühne. Hans Bellmer (1902 - 1975), war ein neusachlicher Zeichner im Umfeld des Berliner Dadaismus und Fotograf des Surrealismus. Er schuf in den Jahren 1933 bis 1938 von Texten begleitete Fotografien von selbstgebauten, fetischartigen Puppen, hergestellt aus Teilen von Schaufensterpuppen, mit Holz, Metall und Gips. Die Puppen bildete er als ganzen Körper oder Körperfragment ab, in verschiedenen Positionen.

Bellmers Puppendarstellungen, deren Rezeption jahrzehntelang von dem Schock, den die Thematisierung von Sexualität und Gewalt im Bild des weiblichen Körpers auslöste, verstellt war, gelten heute als Meisterwerke des Surrealismus.

Die ursprüngliche Fassung des Tanzsolos hatte 2010 unter dem Titel „Sexy Zuppel Puppe - the assembled woman“ im Rahmen der münchenweiten Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe "Changing Views", die sich mit Kunst und Kultur aus islamisch geprägten Ländern beschäftigt, Premiere.

Choreografie / Regie / Video / Tanz: Yvonne Pouget
Lichtdesign / Video: Rainer Ludwig

Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der LH München und i-camp/neues theater münchen.



Spielort
i-camp / neues theater münchen
Entenbachstr. 37
München
Eintritt: 16,- / 10,- erm.
Reservierung: 089/65 00 00
info@i-camp.de
www.i-camp.de


Tanztendenz München e.V. wird gefördert
durch das Kulturreferat der LH München