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Die aufgeführten Morgentrainings, Abendkurse & Workshops finden in den Räumen der Tanztendenz statt, werden jedoch von den jeweiligen Lehrer/innen in Eigenregie veranstaltet. Daher bitte Anmeldung und Bezahlung direkt beim Anbieter vornehmen.
 

Sa 15. + So 16. August / 14:00 – 18:00
Mit Yvonne Pouget
Fascial Flow Training Spezial
„Anima Nuda – Pizzica Pizzica“



Dieser Workshop ist ein Fascial Flow Spezial, eine herzliche Einladung, um an diesem speziellen Datum mit der gebürtigen Neapolitanerin Yvonne Pouget wie in Campanien auf rituelle süditalienische Musik die angesammelte innere Erstarrung, das Echo der Isolation aufzubrechen durch Bewegung und Tanz, um so die Freude der Gemeinschaftlichkeit wiederzubeleben und zu feiern. Die Folgen der notwendigen Getrenntheit, Isolation und Einsamkeit sind immer mehr in die innersten Kammern eingedrungen. Nun ist es an der Zeit im Sommer das Leben zu feiern! Wir werden Herz und Seele öffnen, eine reale körperlich-seelische Reinigung durchlaufen und unserre Herzen in den Himmel werfen!.

Fascial Flow Training: Diese Form von Faszientraining unter Integration des Nervensystems entwickelt von Yvonne Pouget hilft Erstarrungs- und Verspannungsphänomene zu lösen, stärkt Ressourcen, fördert Achtsamkeit, Selbstfürsorge und das Gefühl von Sicherheit in einer Gruppe. Neben dem praktischen Teil bietet der Workshop eine anschauliche theoretische Einführung in die neurobiologische Hintergründe der Methode Fascial Flow Training und Fascial Flow Traumatherapie, und in die Bedeutung der Polyvagaltheorie im Zusammenhang mit Faszien, Erstarrungsphänomenen, Stressregulationsstörungen und Trauma.

Bis vor kurzem galt das muskuläre Bindegewebe (Faszien), was jeden Muskel, jedes Organ, aber auch jede Bandstruktur umgibt, in der Medizin- und Sportwelt als relativ wertloses Verpackungsorgan. Generationen von Ärzten lernten Anatomie an Körpern, bei denen sämtliche Faszien entfernt wurden. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse haben zu einem Umdenken in der Medizinwelt geführt: unzählige Nerven, Bewegungssensoren und Schmerzrezeptoren machen das Netzwerk der Faszien zum größten sensorischen Organ des Körpers. Die Nervenzellen der Faszien speichern die körperlichen Erfahrungen und Prägen die Wahrnehmung der Körper- und Gefühlslandschaft. Stressreaktionen auf die Belastungen des Alltags und traumatische Belastungen führen zu Phänomenen der Erstarrung. Die im Japanischen Butoh Tanz von Ko Murobushi und Carlotto Ikeda ausgebildete Tänzerin und Choreographin Yvonne Pouget, die auch im Bereich der Psychotherapie aus Heilpraktikerin tätig ist, hat eine spezielle Form des Faszientrainings entwickelt, die die Faszien nicht mechanisch trainiert, sondern traumasensibel. Dieses Faszientraining hilft, chronische Erstarrungsphänomene und Spannungen zu lösen. In den Kursen lernen die Teilnehmer, ihr Körpergefühl und ihre Beweglichkeit zu verbessern und sich mit dem Leben verbunden zu fühlen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, es reicht die Lust, die Sinnlichkeit und Lebensfreude des „zweiten Körpers“, der untrennbar an das Nervensystem und die Emotionen gekoppelt ist, erkunden zu wollen.

Bitte eine Wärmflasche (Standartgröße), bequeme Trainingskleidung und warme Socken mitbringen


Wochenendworkshop in der Tanztendenz München.
Sa 15. + So 16. August , 14:00 - 18:00
Preis: 160 €
Info/Anmeldung: info@yvonnepouget.de
Mehr: www.fascial-flow-training.com

Veranstaltet von Yvonne Pouget



YVONNE POUGET
(geb. 1967) ist freischaffende Künstlerin, Choreographin und Tänzerin, außerdem als Heilpraktikerin auf dem Gebiet der Psychotherapie tätig; sie ist Mitglied der DGT (Deutsche Gesellschaft für Tanztherapie e. V.). Im Laufe ihrer international erfolgreichen künstlerischen Karriere verfolgte sie intensive Forschungen zu verschiedenen Bewegungssystemen und Möglichkeiten, sich nonverbal über den Körper auszudrücken und mit der Umwelt zu kommunizieren. Ihr gelingt es, persönliche Emotionen in universelle umzuwandeln, und dem Publikum so tiefe seelische Welten zu erschließen. Der Zuschauer wird dabei klar dazu aufgefordert, in sich selbst hineinzuschauen, um die eigene Menschlichkeit und den Respekt vor dem eigenen Sein wiederzuentdecken, mit allem was es bedeutet menschlich zu sein. Seit dem Jahr 2000 beschäftigt sie sich intensiv und wissenschaftlich begleitet mit dem Themenkreis posttraumatischer Belastungsstörungen, Dissoziation, weiblichen Körperbildstörungen und der Weitergabe von Kriegstraumata an die nächsten Generationen.

Yvonne Pouget gilt heute zu Recht als Expertin und Pionierin für die Umsetzung dieser anspruchsvollen Themen. Ihre Arbeiten zur Thematik „Trauma und Traumafolgestörung“, dargestellt in Ausdruck und Tanz, haben weltweit einen hervorragenden Ruf.

Neben der künstlerischen Bearbeitung dieser Themen hat die im japanischen Butoh-Tanz bei Ko Murobushi und Charlotta Ikeda ausgebildete Künstlerin Fascial Flow Training & Fascial Flow Touch als körperzentrierte Therapieformen entwickelt. Mit ihrer Methode auf der Struktur der Faszien behandelt Yvonne Pouget in Einzeltherapie Stress- und traumbasierten Erkrankungen, psychosomatischen und somatoformen Störungen, anhaltenden Schmerzstörungen, Essstörungen und Symptome akuter / (komplexer) Posttraumatischer Belastungsstörungen. Ein Schwerpunkt ihrer therapeutischen Arbeit sind die Übertragungsmechanismen zwischen Gehirn und Körper bei den sprachtherapeutisch schwer zugänglichen Phänomenen somatischer Dissoziation, "Emotional Freezing", Dissoziativen Störungen, DDNOS. Erstarrungsphänomene werden behutsam und schmerzfrei behandelt, auf seelisch-geistiger Ebene können in folge destruktiven Auswirkungen posttraumatischer Reaktionen wie destruktive Facetten in der Beziehungsgestaltung, Rückzugsverhalten, Suchtverhalten, Scham und Schuldgefühle positiv gewandelt werden.

2016 wurde Yvonne Pouget als Expertin in die im selben Jahr neu etablierte Arbeitsgruppe für „Körperorientierte Verfahren in der Traumatherapie“ der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) durch den Vorstand geladen.

Mehr: www.yvonnepouget.com, www.fascial-flow-training.com

"Ich erinnere mich noch an Yvonne Pouget´s großartiges Stück „Hoch oben weites Blau“ (2007/2008). Sie hat meines Wissens als eine der ersten in München das Thema der posttraumatischen Belastungsstöungen künstlerisch aufgearbeitet und damit ein politisches Großthema antizipiert – wenig später wurden derartige Störungen der deutschen Soldaten im Afghanistaneinsatz in den Großmedien als grundlegendes Problem aufgegriffen“. (Martin Sambauer, DAS INTEGRAL)

Das Thema der letzten Produktion von Yvonne Pouget „Lo spirito del cuore“ war das Biographische Gedächtnis der Faszien: Körperliche Erfahrungen werden in den Nervenzellen gespeichert und bilden ein unabhängiges Gedächtnis. Zwischen Großhirn, Rückenmark und den Faszien findet gleichermaßen eine Kommunikation statt. Die aktuelle neurobiologische Forschung spricht in diesem Zusammenhang vom „Gedächtnis der Faszien“ in dem die gesamte Lebensgeschichte eines Menschen eingeschrieben ist.

TV Clip zu „Identità“ 2014 in Taranto/Süditalien, ein Musiktanztheater über die Weitergabe von Kriegstraumata an die nächsten Generationen: www.youtube.com
Die Produktion in voller Länge: www.youtube.com/full lenght
Ausserdem: vimeo.com


Tanztendenz München e.V. wird gefördert
durch das Kulturreferat der LH München