TANZTENDENZ
Film

DOK.fest goes schwere reiter

DOK.fest goes schwere reiter
16. November 2026
19:00
schwere reiter
16. Nov 2026
19:00
schwere reiter

Am 16. November werden zwei Kurzfilme präsentiert, die sich auf unterschiedliche Weise mit Identitätssuche und Identitätsverlust auseinandersetzen. Dabei rückt das Gehen in den Vordergrund - ebenso wie die Erfahrung, es nicht mehr zu können. Im Anschluss an das Screening findet ein Filmgespräch in Anwesenheit von Judith Hummel statt.

SO IST DAS LEBEN UND NICHT ANDERS.

Frau Miko wohnt gleich nebenan. Sie ist alt, sehr alt, vielleicht sogar schon hundert – wer kann das schon wissen? Denn Frau Miko vergisst Dinge. Und genau das ist für die Regisseurin und Animatorin der Anlass, über ihr eigenes Älterwerden zu sinnieren: Was ist, wenn wir unsere Erinnerungen verlieren, was bleibt uns dann noch? Animationsfilme waren immer schon ein wunderbares Medium, um den großen philosophischen Fragen nachzugehen. Und so nimmt uns dieser kurze, ganz und gar meisterhaft gearbeitete Film behutsam mit auf seine Gedanken-Reise. Pure Kinomagie. – Jan Sebening

ÖSTERREICH IM NIEMANDSLAND – WO KOMME ICH HER?

Der Kurzfilm konzentriert sich auf Mutter Margret, der auf der letzten Etappe durch Österreich von Tochter Judith Fragen gestellt werden – Fragen zu sich selbst. Im Gehen reflektiert sie über Familienherkunft, die Beziehung zur eigenen Mutter und Tochter und darüber, wo sie heute steht, in einem Moment, in dem die eigenen Eltern sterben und sie die Pflege der eigenen Mutter übernommen hat. Sie liebt, sie hadert, sie gibt, sie lacht, sie zweifelt, sie öffnet – all das, was Beziehungen ausmacht. Der Film ist ein Beziehungsportrait, ein Mutter-Tochter-Portrait.